Sachsen-Anhalt wählt am 6. September 2026 einen neuen Landtag. Die Prognosen sind düster, denn die gesichert rechtsextreme AfD liegt stabil in Führung. Ihr Wahlprogramm ist ideologisch geprägt, schränkt die Freiheit der Menschen ein und ist teils verfassungswidrig oder auf andere Weise problematisch. Die meisten Menschen, die vorhaben, ihr Kreuz bei den Rechtsextremen zu machen, schaden sich damit selbst – sich und ihren Mitmenschen.
Das Bündnis „Sachsen-Anhalt weltoffen“ plant deshalb für den Tag vor der Wahl eine Großdemonstration, um darauf aufmerksam zu machen. Und nie vergessen: Es sind mehr Menschen gegen diese Partei als dafür!
Auch wir werden nach Magdeburg fahren und Flagge zeigen.
Demobericht
Beeindruckend!
Auf dem Domplatz (an dem auch das Landtagsgebäude liegt) kamen mindestens 10.000 Menschen zusammen, um am Tag vor der Wahl ein Zeichen für ein vielfältiges, demokratisches und solidarisches Sachsen-Anhalt zu setzen, in dem Menschen ohne Angst verschieden sein können und willkommen sind.
Doch zunächst begann unser Aufenthalt in Magdeburg direkt am Bahnhof, wo sich vor allem OMAS und OPAS GEGEN RECHTS aus ganz Deutschland (und viele davon selbstverständlich aus Sachsen-Anhalt) trafen. Es war so schön festzustellen, wie viele OMAS aus anderen Orten wir bereits kannten, es gab so manches glückliche Wiedersehen! Dort gab es einige kurze Ansprachen, wir haben zusammen gesungen – bekannte Melodien mit neuen Texten. Hier wurde auch direkt unsere OMA Ulrike vom ZDF interviewt; in den Nachrichtenbeitrag hat dieses Gespräch es allerdings nicht geschafft. Dann setzte sich der Demozug durch die Innenstadt Richtung Domplatz in Bewegung.
Hier gab es erst einmal ein „Familienfoto“ der versammelten OMAS … naja, längst nicht aller, aber einiger.

Auf und an dem Domplatz waren viele Menschen und Stände, unter anderem von Gewerkschaften, Kirchen, AWO. Es war ein munteres Treiben.

Um 15 Uhr begann dann die Kundgebung auf der großen Bühne. Hier konnte das Publikum aufrüttelnde Reden hören und Musik, insbesondere auch von Künstlerinnen aus Sachsen-Anhalt wie Hanna Rautzenberg oder YungFSK 18. Besonders berührend waren die Worte von Saeed vom Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt: Er betonte, dass die Menschenwürde nicht davon abhängt, wie nützlich jemand für eine Gesellschaft ist.

Polizei war auch stark vertreten und begleitete den Demozug. Offenbar rechnete die Einsatzleitung mit Ausschreitungen, denn die Polizeikräfte waren kräftig gepanzert, und Spezialkräfte des bayerischen „Unterstützungskommando“ USK waren auch da. Nun, wir waren friedlich, und von Rechtsextremen und deren Gegendemos haben wir nichts bemerkt. Der Bus „Adenauer SRP+“ des Zentrums für politische Schönheit war übrigens auch da – cool!
Weil wir unseren Zug erreichen wollten, mussten wir den schönen Domplatz leider schon recht früh verlassen und haben so etliche interessante Auftritte verpasst, zum Beispiel von Luisa Neubauer, Sebastian Krumbiegel, Carolin Emcke oder Matthias Matschke. Aber Hauptsache, sie, wir und all die anderen waren da.
Heute ist Wahltag, die Wahl läuft. Gestern wurde im ZDF gesagt, dass 33 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt erst in den letzten Tagen vor dem Wahltag und am Wahltag selbst ihre Entscheidung treffen. So bleibt zu hoffen, dass sie alle sich noch rechtzeitig daran erinnern, dass wir Menschen besser und glücklicher zusammenleben, wenn wir aufeinander achten, einander helfen, tolerant sind und das große Ganze im Blick behalten. Also all das, wogegen die…se deutschtümelnde, rückwärtsgewandte Partei mit den blauen Logos steht.
